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Passivbauch Print E-mail
Written by Martin   
Thursday, 24 November 2011 13:48
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Viele Menschen fürchten heutzutage Raucher und deren Gesellschaft, da Passivrauch eine ernstzunehmende (nein, nicht "ernst zu nehmende", das ist sinnentstelltend (nicht Sinn entstellend)) Gefahr darzustellen scheint. Mittlerweile wird mit weniger Verstand, aber umso mehr (Bedrohungs-) Gefühl an die Sache herangegangen und Raucher können sich kaum noch in der Öffentlichkeit blicken lassen, ohne verächtlich angeschaut und gemieden zu werden (immerhin riechen sie auch schlecht).

Das geht so weit, dass auch die sogenannten Elektroraucher, die gar keinen Rauch, sondern Dampf ausatmen (frei von Feinstäuben und den ganzen Giftstoffen), gleich vom Nichtrauchergesetz mit erfasst werden sollen (auch wenn dieses gar nicht greift) und sich der ein oder andere davon überzeugen lässt, dieses neue Laster sei sogar schlimmer als der Rauch (immerhin kennen wir diesen Rauch ja schon und dieser Dampf ist etwas neues). In ihrer generellen Betriebsblindheit vergessen die meisten Menschen sogar, dass sie den lieben langen Tag brav den Smog der Stadt durch ihre Lungen filtern und sich wahrscheinlich lieber hierüber Gedanken machen sollten.

Doch das ist ein anderes Thema. Ich möchte hier von einer weiteren, gerne übersehenen und unterschätzen Gefahr sprechen: Dem Passivbauch. Es ist dies auch ein viel erquicklicheres Thema, da kaum bis gar keine Literatur darüber existiert und es noch nicht im allgemeinen Bewusstsein verankert ist. Dabei gehen von Passivbauch durchaus schwerwiegende Gesundheitsgefahren aus! Man braucht gar nicht lange zu suchen, um diese bei Wikipedia zu finden:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes (vor allem Altersdiabetes)
  • Fettstoffwechselstörungen (Cholesterin, LDL)
  • Bluthochdruck
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfälle
  • Brustkrebs

Und viele weitere. Sie können gerne die Quelle (Wikipedia) in Augenschein nehmen, um weitere Folgen zu entdecken.

Doch wie kann man Passivbauch vermeiden und was sind die Ursachen?

Zuerst zu letzterem: Die Ursachen lassen sich, wie (unter anderem) vom Handelsblatt und der Süddeutschen Zeitung beschrieben, einfach und einleuchtend feststellen: dicke Freunde. Stören Sie sich an dieser Stelle nicht daran, dass vielleicht nicht der dort beschriebene kausale Zusammenhang zwischen dick sein und dicke Freunde haben bestehen muss. Nehmen Sie es einfach hin. Gehen Sie mit mir davon aus, dass dicke Freunde dick machen und sich nicht dicke Menschen einfach gerne mit dicken Menschen umgeben.

Nachdem Sie diesen wichtigen Gedanken kritiklos übernommen haben, dürfte Ihnen die Ursache für den Passivbauch klar sein: Dicke Menschen stecken andere damit an. Der Zusammenhang und Übertragungsweg sind noch nicht wissenschaftlich erforscht, es dürfte jedoch, sofern eine Infektion mit einem Dickmachvirus ausgeschlossen werden kann, eine memische Übertragung zugrunde liegen. Meme ist das englische Wort für einen Gedanken, Ausdruck oder ähnliches Thema, das sich von Mensch zu Mensch leicht überträgt, sozusagen "infektiöses Gedankengut". Entsprechend heißt "memische Übertragung", dass sich etwas von Mensch zu Mensch Kraft der Gedanken oder Worte überträgt, ohne einen physischen Transportweg nehmen zu müssen, wie etwa ein Virus.

In der Praxis könnte das so aussehen, dass ihr dicker Freund ihnen davon berichtet, wie lecker ihm dies und jenes schmeckt und wie gut ihm das tut, so dass sie es unterbewusst übernehmen und auch dick werden, denn was ihr Freund macht muss gut und was er spricht wahr sein. Oder sie eifern einem Freund nach, weil er einen guten Charakter hat und verbinden unterbewusst seinen guten, gemütlichen Charakter mit der Tatsache, dass er dick ist und eifern ihm prompt auch im Bauchumfang nach (dies ist auch beim sog. "Gruppenzwang" (nicht zu verwechseln mit dem Fraktionszwang) ähnlich und hier von Bedeutung). Sie sehen, Passivbauch ist gefährlich und wird unterschätzt, vor allem, wenn die Übertragung so leicht wie hier postuliert vonstatten geht.

Doch glücklicherweise ist es leicht, Passivbauch zu vermeiden: Meiden Sie dicke Menschen, so wie sie Raucher, Dampfer und andere Gesellen meiden. Auf diese Weise vermeiden Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Passivbauch und können sich sicher fühlen. Eine Gesetzesvorlage, um Baucherbereiche in Bahnhöfen und Bauchverbot in Kneipen einzuführen, wird hoffentlich baldigst diskutiert werden, auch um unsere Kinder vor Einstiegsdrogen wie Duplo oder Kinder Schokolade zu schützen (Aktivbauchgefahr!). Suchen Sie sich außerdem, zur Sicherheit, dünne Freunde, denn der Zusammenhang, der für dicke Freunde gilt, gilt auch für Dünne (verstehen Sie mich nicht falsch, dünne Freunde machen nicht dick!).

Wenn Sie bereits Baucher sind und nun dünne Freunde suchen, um selbst dünn zu werden, möchte ich Sie allerdings darum bitten, dies zu unterlassen. Die Gefahr, dass ihre Freunde durch Passivbauch Schaden nehmen ist zu hoch. Schützen Sie sich und andere!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


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