Archiv für den Monat: Februar 2009


Über das Aussehen

Ich wollte schon immer einen Text mit den Worten “Über den/die/das” oder ähnlich beginnen, denn es klingt so wundervoll akademisch. Es klingt, als wüsste ich genau, was ich sagen möchte und hätte dafür knallharte, nicht widerlegbare Fakten in der “Abhandlung” die den Worten folgt. Einen Beweis, dass Gott nicht existiert oder ähnliches. „Über die Entstehung der Arten“ etwa oder „Über die Natur des Menschen“, etwas in der Richtung. Was ganz sicher einer solchen Einleitung nicht folgen würde, wäre zufälliges, zusammenhangloses Gestotter eines Wahnsinnigen. Was dem „über“ folgt, ist meist brilliant vorgetragen, gut durchdacht, auf einer ordentlichen Sprachebene verfasst und so […]


Überlebensinstinkt, Überleben stinkt

Schreiben wir zur Abwechslung doch mal über etwas anderes als sonst. Nehmen wir die Erderwärmung. Nachdem heute morgen Heise (warum eigentlich Heise?) damit titelte, dass wir die höchsten CO² Werte in den letzten 650.000 Jahren erreicht haben und aufgrund widriger Einflüsse auch die pessimistischsten Schätzungen übertreffen werden, weil das erst mal so weiter geht, dachte ich mir, dass es sich um ein solch weites Feld handelt, dass ich selbst auch ein paar Worte dazu los werden könnte.


„Feuchtgebiete“ – Versuch einer Rezension

Die Wurzel allen Übels, der Grund für den schleichenden, sich beschleunigenden Niedergang von Moral, Anstand und dem, was man früher Sitte nannte, liegt in der Liberalisierung der Sexualität und dem Individualismus an sich. Dieser Niedergang geht Hand in Hand einher mit der schleichenden Entfernung jeglichen Niveaus in dem Gebiet der jungen deutschen Literatur. Zumindest ist das irgendwie das Naheliegendste was mir einfällt wenn ich mitansehen muss, wie hoffnungsvolle junge Autoren von grossen Verlagshäusern abgewiesen werden und im Gegenzug eine ehemalige Gallionsfigur des mittlerweile wieder bedeutungslos gewordenen deutschen Musikfernsehens einen hochdotierten Buchvertrag erhält und sich auf mehreren hundert Seiten „kreativ“ austoben […]