Klimasch/(m)utz

TREIBHAUSGASKONZENTRATION IN REKORDHÖHE – Das können wir seit einer Weile täglich titeln. Ist ja auch logisch, solange der Austoß nicht aufhört, wird die Konzentration nun mal höher. Und wenn der Ausgangspunkt schon auf Rekordhöhe war, dann ist, oh Wunder, der neue Punkt auch über Rekordhöhe. Täglich. D’uh! Wie Homer sagen würde.

 


Das ganze Gerade vom Klimaschutz und der verzweifelten Situation des Erdballs geht mir gehörig auf die Nerven. Warum? Na weil alle drüber reden, hehre Ziele anpeilen und sich damit mittelfristig nichts ändert. Langfristig klar, aber grade die Klimadiskussion erzählt uns doch, dass es gar keine langfristige Perspektive mehr gibt.

 

Und noch etwas muss man deutlich sagen: Man könnte wesentlich besser die Emissionen senken, würde man mal auf den Boden der Tatsachen zurückkehren. Wie? Zum Beispiel so:

1. Nachts Leuchtreklamen verbieten. Niemand muss wissen, dass hier zur Rechten, neben der Autobahn, der Media Markt ist. Vor allem nicht Sonntags nachts um 2 Uhr, da der Media Markt zu diesem Zeitpunkt nicht offen hat. Aus dem selben Grund müsste der Media Markt Wanneeikel um diese Zeit nicht innen beleuchtet sein, schließlich schaut sich niemand die Auslage an und wenn doch, so wird er verhaftet wegen Einbruchs. Es sollten schlicht alle Geschäfte des Nachts unbeleuchtet sein, sei es Werbung, Firmenname, Flure oder Gänge. Der Energieverbrauch ist sinnlos und würde, wenn er nicht statt fände, Emissionen senken. Das Gesetz dazu könnte man sozusagen „über Nacht“ durchbringen.

2. Tatsächlich Elektroautos subventionieren. Und natürlich die Wasserstoffautos fördern. Wichtig hierbei wäre, dass die Technik verbessert wird, um nicht für die Produktion eines Akkus soviele Emissionen zu erzeugen, wie ein Benzinauto auf 200.000km ausstößt, denn dann könnten wir es auch lassen. Mit der Subvention von Elektroautos ginge mehr einher. Man müsste Benzin- und Dieselfahrzeuge komplett aus der Innenstadt verbannen. Schwierig wäre eine Umstellung der öffentlichen Verkehrsmittel, längerfristig müsste aber auch diese erfolgen. Möglicherweise sollte das Straßenbahnnetz ausgebaut werden. Ein Pluspunkt dabei wäre sicherlich, dass die Gesundheit der Einwohner von Städten verbessert werden könnte, da sie nicht mehr die emissionsbelastete Luft durch ihre Lungen filtern müssten.

3. Flüge, vor allem national, erheblich teurer machen.  Man hat festgestellt, dass während der Tage, in denen nach „9/11“ ein Flugverbot herrschte, die Spanne zwischen höchster und niedrigster Temperatur am Tag größer war, als „normal“, weil die Kondensstreifen von Flugzeugen Sonnenlicht von oben reflektieren und Wärme von Unten zurückhalten, so dass eine Abkühlung nachts weniger stark statt findet, als sie es könnte. Solange nun der Flugverkehr für Hinz und Kunz erschwinglich ist, fliegen sowohl Hinz als auch Kunz auf kurze, unnötige Wochenendtrips. Könnten Hinz und Kunz es sich aber nicht leisten, Wochenendtrips nach Paris oder Amsterdam zu fliegen, würden sie vermutlich eher regional bleiben oder weniger belastende Transportmittel nehmen. Natürlich würde Mayer noch fliegen, da seine Dienstreise von Schmitt Intl. Holdings. AG finanziert wird, aber der Flugverkehr wäre reduziert.

4. Die Bahn mit Strom fahren lassen. Und am Besten erneuerbarem Strom. Natürlich klappt das nicht immer, dass ausschließlich Elektrozüge auf allen Schienen verkehren, aber bei meinen letzten 30 Bahnfahren bin ich exakt 30 Mal mit einer Diesellok gefahren. Müsste das mit all den Oberleitungen nicht besser gehen?

5. Die Städte autofrei machen. Klar ist das unbequem und die Umweltzonen sind ja auch ein (scheinbar recht wirkungsloser, subjektiv betrachtet) Anfang, aber wenn wir so kurz vor dem Kollaps der Erde stehen, wie uns die Medien sagen, dann sollte uns das einen Fußmarsch mehr wert sein, oder? Schließt sich an Punkt 2 an.

6. All das global umsetzen. Sofort. Natürlich nicht nur die 5 provisorischen Punkte, sondern durchaus mehr. Aber global, denn sonst nutzt das alles nichts. Und Sofort wäre der wichtigste Punkt, denn wenn wir uns darauf einigen, dermaleinst, bald, 2019 oder 2020 unsere Emissionen gesenkt zu haben, dann ist das zwar auch schön, dauert aber möglicherweise zu lange, bis es greift. Ganz abgesehen davon, dass es dann wieder 50% der Unterzeichner nicht ganz schaffen. Vor allem Punk eins aber ist so leicht umzusetzen und so offensichtlich machbar (vom Protest der Geschäfteinhaber abgesehen), dass dieser theoretisch global schnell umgesetzt werden könnte. Statt halbherziger Aktionen wie „Ich mache heute von 16-18 Uhr kein Licht in meiner Wohnung an!“ hätte dies auch tatsächlich sichtbare Konsequenzen. Und in großen Städten könnten die Menschen nachts wieder etwas wie einen Nachthimmel genießen, zumindest mehr als momentan.

In diesem Sinne.

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