Black Power – Asche in der Luft

Nachdem wir nun schon seit Donnerstag wunderschöne blaue Himmel betrachten können, welche nicht von Kondensstreifen überzogen sind, fehlt eigentlich nur noch eins: Dass auch keine Autos mehr fahren dürfen. Doch was lernen wir (oder sollten es lernen)?

Nun, beispielsweise lernen wir, erneut, dass Jammern in ist.

Nach nur 5 Tagen, in denen nicht geflogen werden durfte, sitzen unzählige Wochenendurlauber in fernen Landen fest, weil es so bequem geworden ist, mal eben weg zu fliegen.

Nach nur 5 Tagen meckern die ersten Fluggesellschaften, dass sie pleite gehen könnten (laut Spiegel online würden einige der 100-150 Fluglinien in Europa binnen 14 Tagen pleite gehen).

Nach nur 5 Tagen wollen die Airlines Geld, ohne Leistung zu erbringen. Wie die Banken, die sich verspekulierten, so wollen die Airlines, die keine Notfallpläne haben (ein Projekt „Winterschlaf“ beispielsweise wie der Planet Magrathea) Geld vom Steuerzahler. Und die EU diskutiert dies sogar, als sei es recht und billig. Bald wird die Musikindustrie auch staatliche Hilfen bekommen, weil niemand die DSDS-CDs kaufen will (munkelt man).

Nach nur 5 Tagen schimpfen Airline-Betreiber, dass es doch eigentlich sicher sei zu fliegen, immerhin seien einige „Testflieger“ nicht abgestürzt. Scheinbar sind Boeing und Airbus wesentlich sicherer als NATO Jets. Oder kann es sein, dass Profit über Sicherheit geht?

Nach nur 5 Tagen fragt sich BMW, ob sie weiter produzieren können, ohne die Autoteile aus dem Ausland.

Nach nur 5 Tagen frage ich mich, ob wir nicht vielleicht zu abhängig sind von den Fluggesellschaften. Und ob wir, wo doch die CO² Werte unseren Planeten zu Grunde zu richten scheinen, nicht darüber erfreut sein sollten, dass ein Haufen CO²-Schleudern vorerst am Boden bleiben muss.

 

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