E-Zigaretten Kaufberatung

Liquids!

 

Liquids gibt es nun wirklich praktisch an jeder Straßenecke, also jeder virtuellen. Kein Dampfshop der etwas auf sich hält kommt ohne sie aus. Es gibt die unterschiedlichsten Hersteller, vom teuren Vinirette bis zum billigen Dekang. Billig muss hier nicht unbedingt schlecht heißen, auch wenn die wenigen Dekang, die ich getestet habe, mir nicht schmeckten. Die Standards bei der Herstellung sind meines Wissens in China sehr hoch und man braucht sich wohl kaum Sorgen zu machen. Vorsichtiger sollte man bei Eigenproduktionen sein, wo man nicht weiß, unter welchen Bedingungen sie gemischt werden, denn Dampfshops die eigene Liquids ausloben gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Und man lasse sich am Besten nicht von SGS-Zertifikaten beeindrucken oder „Liquid aus garantiert Deutscher Apothekenherstellung“, selbst wenn diese Behauptung zutreffen sollte.

Bei Liquids gibt es folgende wichtige Informationen: VG heißt „vegetales Glyzerin“, PG steht für „Propylenglykol“. Ersteres hat eine hohe Viskosität (dickflüssig) und macht mehr Dampf, letzteres eine niedrige Viskosität (dünnflüssig) und macht weniger Dampf. Des weiteren fühlt sich VG-Dampf weicher an, PG-Dampf schärfer. VG scheint außerdem seltener unverträglich zu sein, PG scheint gerade bei Asthmatikern und empfindlichen Menschen schlechter verträglich. In der Regel machen aber beide keine Probleme (ich schöpfe hier aus meinen Erfahrungen aus dem ERF und meiner Studiensammlung. Meist werden Mischungen aus PG und VG verwendet, bei guten Händlern ist ersichtlich, wieviel wovon enthalten ist.

Der OND und der EFD sind auf jeden Fall gut mit vorgefertigten Liquids beraten. Es gibt sie in allen Geschmacksrichtungen und in der Regel in 10ml Flaschen. Die Nikotinstärken reichen von 0mg bis 18, in einigen Fällen auch 24mg. Letzteres ist nur für sehr starke Raucher zu empfehlen, die sich damit von Suchtattacken ablenken. Normalerweise reichen 18er oder 12er vollkommen aus, vor allem wenn man nicht an der Zigarette gesaugt hat wie ein Hovercraft, sondern genüsslich rauchte und dabei den Filter nicht zusammendrückte. Je mehr man den Filter quetscht und je länger und tiefer man seine Zigarette inhaliert, desto mehr Nikotin wird dabei freigesetzt und desto süchtiger ist man. Wer morgens nach dem Aufstehen 1-2 Stunden Zeit lässt bis zur ersten Zigarette, der kommt auch mit 9er oder 6er aus, es lohnt sich aber immer noch eine Stufe darüber zu bestellen, für Notfälle (also 1 Liquid höher, den Rest in der Wunschstärke).
Die laufenden Kosten bei abgepackten Liquids sind natürlich höher als die Wahl für den BD (Basteldampfer): das Selbermischen. Für das Selbstermischen sind die Quellen etwas spärlicher, dafür kann man jede 10ml Flasche selbst aromatisieren und auf günstige Weise viele Geschmäcker testen. Dampfzeichen hat eine gute Einführung ins Selbermischen verfasst, so dass ich mir das Meiste sparen kann. Warnung: Nicht selbst mit Nikotin experimentieren! Kaufen Sie die Base in ihrer Stärke und mischen Sie nur die Aromen selbst bei. Dosieren Sie die Aromen so niedrig wie möglich (Gesamt nicht über 10%, bei den meisten Aromen 1-3% max.).

Zu empfehlen für den Basenkauf (oder auch fertig angemischtes Liquid im Heaven-Juice-Mix-and-Take) ist FlavourArt oder auch InaweraFlavours. Achtung: Niemals Aromen pur dampfen!

Vorteile des Selbermischens: Günstig, variabel und aufregend. Nachteile: Zeitintensiv, Einarbeitung notwendig.

Vorteile der Fertigliquids: Geschmack immer gleich, einfach zu verwenden, große Vielfalt ohne Arbeit. Nachteile der Fertigliquids: Teurer, höhere Folgekosten.

Weitere Informationen findet ihr bei Dampfzeichen und im E-Rauchen-Forum, beide habe ich schon verlinkt. Studien und tiefer gehende Informationen, siehe Studiensammlung.

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