Quo vadis, Mensch?


Ich beschäftige mich in meinen Blogs ja selten mit Politik und solcherart Tragödien, aber heute Nacht muss es mal wieder sein. Was ist denn bitte momentan los, Welt? Haben wir in den letzten zweihundert Jahren nichts von Wert erreicht, oder weshalb genau sollen all unsere Fortschritte momentan schrittweise wieder demontiert werden? Wollen wir Thomas Paine wieder verdrängen, Nietzsche und Feuerbach aus dem kollektiven Bewusstsein streichen, die sexuelle Revolution aufgeben? Die Frauen wieder an den Herd schicken und solcherart Dinge?
Ich möchtte mal einen Rundumschlag starten. Ich nenne ein kleines Schlagwort bzw. einen Begriff am Anfang und erörtere ganz kurz, was uns da gerade untergeschummelt wird.


Fangen wir an mit Gender-Mainstreaming (das die Regierung so freudvoll fördert ): Am Anfang war die Idee, Schilder und Redewendungen bzw. den Sprachgebrauch und Symbolgebrauch dahingehend anzupassen, dass Frauen wie Männer gleichberechtigt vertreten werden. Daraus entwickelte sich dann der irrsinnige und biologisch absolut widersinnige Glaube, das Männer und Frauen absolut gleich seien, woraufhin wieder fehlgeleitete Pädagogen in die Bresche sprangen (wer Pädagogik an der Uni belegt hat/belegen musste, weiß, wie weltfremd diese Praxis meist ist) und die Erziehung dahingehend umzustellen such(t)en, dann Jungs und Mädels ohne Geschlechtsidentität erzogen werden. Die Resultate dabei sind eher zweifelhaft. Die Grundidee war nicht verkehrt, wirklich. Frauen sollten optisch wie sprachlich ebenso vertreten sein wie Männer, das Patriarchat hat sich lange genug nicht mit Ruhm bekleckert. Aber Jungs und Mädels „gleichschalten“? Also bitte, überlasst das der Entscheidungsfreiheit der Jugendlichen, die haben Gender-Fuck bereits von alleine entdeckt.
Zweitens: Neuregelungen von Sexualstraftaten nach amerikanischem Vorbild? Haben wir nicht bereits gelernt, dass es absolut hirnrissig ist, auf eine Gesellschaft zuzusteuern, in der vierjährige der Schule verwiesen werden , weil sie ihre Lehrerin „sexuell belästigt haben“? Haben wir wirklich die sexuelle Revolution erlebt, um alle ihre Errungenschaften nun wieder zurückzunehmen? Wollen wir wirklich in eine Prüderie zurückverfallen, die nichts schafft, ausser alle Bedürfnisse des Menschen zu verleugnen, seine Natur zu beschneiden und dafür zu sorgen, dass sich all dies anstaut und den Menschen unglücklich, wenn nicht gar gewaltbereiter macht? Wenn wir dabei sind und schon die sexuelle Prüderie, die puritanischen, irrationalen Ängste und realitätsfernen, strikten Regeln importieren, wieso nicht auch die Regelungen zum Waffenbesitz? Vielleicht eine neue Prohibition? Wir könnten natürlich auch in den „Krieg gegen den Terror“ mit einsteigen, dann haben wir die besten Dinge direkt importiert und können unsere Jugendlichen (die dann eh nicht mehr fummeln oder rumknutschen dürfen) das Panzerfahren lehren. Ich gebe zu das ist übertrieben, aber ebenso ist doch diese Spinnerei, die wir da aufgedrückt bekommen sollen.
Drittens könnte ich noch den Prozess gegen Blogger Niggemeier anführen, der verklagt wird, weil ein Kommentar zu seinem Blog (rechtswidriger Natur (der Kommentar, nicht das Blog)) ca. 7h online war (gegen 3:37 nachts eingetragen, von Niggemeier gegen 11 Uhr gelöscht) und der Blogbetreiber laut Landgericht dazu verpflichtet sei „potentiell kontroverse“ Themen nur per moderierter Kommentarfunktion kommentieren zu lassen (was den Sinn von Kommentaren ad absurdum führt). Oder vielleicht den Copyrightwahnsinn, der unmöglich macht, was früher gang und gäbe war: Wenn ein Komponist das Werk eines anderen als gut empfand, baute er schonmal eine abgewandelte Form von dessen „Refrain“ oä. in sein Werk ein, als musikalische „Hut ab“-Geste. Das wage man sich heute einmal! Altes nehmen und Neues erschaffen? Also bitte! Entweder blechen oder nichts Kreatives schaffen, das ist das Diktat was uns vorgegeben wird. Aber ich werde diese Punkte nicht weiter ausführen, diese Büchsen der Pandora bleiben von meiner Seite für heute erstmal ungeöffnet.

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