Drang

Es ist ein Nagen, irgendwo im Hinterkopf. Wie … ein unbefriedigtes Bedürfnis. Klar, man kann es ignorieren. Eine Weile. Tick Tack.

Es ist wie ein stilles Haus. Bei Nacht. Der Geräuschteppich des Tages liegt darnieder. Im Flur steht diese Standuhr, die man irgendwann auf dem Flohmarkt mitgenommen hat. Mit diesem Pendel. Whoosh, woosh, tock.

Es ist das einsame Atmen, das laut scheint, aber nicht über die Großvateruhr hinweg täuschen kann. Ah.

Es zieht in alle Richtungen, oben, unten, links, rechts, nach innen von außen, nach außen von innen. Unbestimmt.

Du möchstest gerne, weißt nicht. Willst, aber kannst nicht. Tust, aber es stimmt nicht.

Es ist wie ein 10.000-teiliges Puzzle des Eiffelturms. In 3D. 9.999 Teile an ihrem Platz. Das letzte in deiner Hand. Aber wohin?

Ein Fingernagel, der von innem am Schädel schabt. Ein Juckreiz, der nicht zu kratzen ist.

Eine ungestellte Frage und eine unausgesprochene Antwort, die nicht zueinander finden.

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