Über das Aussehen

 

Als erstes: Kleidung: Natürlich kannst du ein Fashion Statement abgeben, wenn dir danach ist. Es hilft Leuten dabei, dich zu beurteilen (oder verurteilen). Wenn du zum Beispiel in einer zerschlissenen Jeans voller Löcher mit deiner coolen Lederjacke voller Sticker und dem dazu passenden Irokesenschnitt (Pink oder Rot bitte) herumläufst, werden dich andere Leute direkt in eine Kategorie einordnen. Dafür gibt es Klischees. Wegen dieser Klischees beziehungsweise Kategorisierung werden die Leute nun bestimmte Dinge mit dir assoziieren, bewusst oder unbewusst. Das geschieht in einem Sekundenbruchteil, genannt „erster Eindruck“. Dieser Ausdruck existiert ebenfalls aus einem Grund. Dieser erste Eindruck ist schnell, sofort wirkend und stellt die erste Interaktion zwischen dir und deinem (zukünftigen) Gesprächspartner dar. Und er hinterlässt Eindruck wie eine Gravur in einem Stein. Alles was diesem Eindruck folgt sind Regentropfen, die auf dem Stein aufkommen und in die Gravur laufen, bis sie sie vollkommen aufgefüllt haben. Warum? Nun, so wie die Gravur die Form des Steins verändert hat, hat dein Aussehen die Wahrnehmung deines Gegebübers verändert und was auch immer du tust und sagst wird nun gefiltert und an den Eindruck angepasst bzw. durch diesen beeinflusst. Vor diesem Eindruck wären die Regentropfen vielleicht einfach vom Stein heruntergerollt oder sie hätten im Sonnenlicht strahlende Muster gebildet. Oder eine Pfütze, wer weiß das schon. Der Punkt ist, dass das Ergebnis ein anderes gewesen wäre. Diesen Eindruck zu ändern ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, wie bei einem Tattoo, bevor die Entfernung eines solchen möglich war.

Da was auch immer du trägst den Eindruck, den du machst, beeinflusst, möchtest du vielleicht ein wenig Zeit darin investieren, zu entscheiden, was du tragen solltest. Und du änderst nicht wer du bist nur weil du dein Aussehen änderst. Möglicherweise hast du das Outfit ja gewählt, weil es „so total du“ ist, oder so einzigartig. Um aus der Masse hervor zu stehen, jemand besonderes zu sein. Aber du solltest wissen, wer du bist oder denkst dass du bist, ohne es den Anderen durch die Kleidung mitteilen zu müssen, denn das selbe versuchen sie ja auch und damit ist es irgendwie gar nicht mehr so besonders. Außerdem interessieren sich die meisten Menschen keinen Deut für deine Einzigartigkeit, warum also der Aufwand. Du solltest deine eigene Person sein ohne das ganze Drunherum, denn es ist praktisch einfach „normal“ zu sein.Sei wandelbar in dem, was du trägst, aber nicht zu weit weg vom Konsens, denn der Konsens ist deswegen der Standard, weil die meisten Leute damit zurecht kommen, diesen akzeptieren. Wenn sie ihn akzeptieren heisst dass, dass sie ihn angenehm finden. Wenn du also diesem Standard entsprichst (also nicht zu schick, nicht zu abgewetzt, nicht zu bunt – es ist die „nicht zu…“ Welt. Man erinnere sich an Paracelsus, der sagte „die Dosis macht das Gift“, paraphrasiert: „nicht zu viel davon!“. Oder Franklin, der auch alles in Maßen betrieb.), erscheinst du angenehm. Und das ist positiv, denn es bringt dich einen Schritt näher daran, dass diese andere Person nett zu dir ist – und wenn ein Mensch freundlich zu einem anderen ist, ist meistens nicht zu streng mit diesem, sollte man etwas von ihnen wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.