Das Model und der Denker

Man sagt ja so gerne, dass Körper und Geist sich ergänzen müssen und eins sein müssen. Nun ich habe heute darüber nachgedacht. Das perfekte Paar müsste ein schlauer Professor und eine kognitiv unbelastete, aber kurvenreiche Blondine sein. Oder eine selbstbewusste Akademikerin und ein wiederum kognitiv unbelasteter Sunnyboy mit Sixpack.
Einer Geist, der andere Körper. Für die Vereinigung beider Prinzipien würden Ying und Yang sicherlich selbst sorgen, sodass das gradezu kosmische Gleichgewicht in dieser Paarung vom ersten Augenblick unter einem guten Stern stünde. Es wäre dann die Sternstunde, würden beide sich ergänzen, im Rhythmus überein stimmen, zu zweit deuten was für eins nicht verständlich erschien.
Doch so oft Körper und Geist auch eins werden mögen in dieser Konstellation, es scheint doch nicht zu funktionieren, kurz schossen mir die Verflossenen von Dieter Bohlen durch den Kopf, doch da ich mich nicht dazu überwinden konnte, Dieter zum „Geist“ zu erklären, scheitert dieses Beispiel. Nehmen wir das Aussehen unser größten Geistesriesen und malen im Geiste die schönsten der Schönen neben selbige wird uns sofort die erschreckende Wahrheit klar: Körper und Geist passen gar nicht so einfach zusammen!
Entweder langweilt der Körper den Geist, oder er beschämt den Geist, oder er lässt den Geist ganz im Stich. Und anders herum weiß der Körper auch nicht so recht, mit dem Geist umzugehen. Zu oft wollen beide ganz unterschiedliche Dinge und liegen damit als natürliche Antagonisten durchgehend im Clinch. Damit wird auch die Einheit von beiden seltener, eine Vereinigung und Balance rückt in weite Ferne und beide sind unglücklich.
Da aber Körper und Geist sich nie einig sein können – vor allem in grundlegende, biologischen Funktionen und Anwandlungen (was von Epoche zu Epoche unterschiedlich angesehen wird, mal gibt es Epochen, wo der Geist vom Körper ganz angewidert ist, dann wieder scheinen sie sich eine Epoche lang zu vertragen, bis der Geist feststellt, dass der Körper ihn die ganze Zeit hereingelegt hat und es nur nach dessen Nase ging) -, kann die Paarung (im Sinne von der Erstellung eines Paares, nicht was Sie wieder denken!) nicht funktionieren. Wie jeder weiß, ist die Kombination von Körper+Körper ohne Geist auf Dauer unzureichend und die Kombination von Geist+Geist auf Dauer zermürbend und unbefriedigend.
Fassen wir nun diese Gedanken zusammen, bleibt nur zu sagen, dass eine Paarverbindung in jedweder Kombination nicht funktionieren kann und alle Gegenbeispiele folglich nur die Wahnvorstellungen eines gestörten Geistes sind (um Douglas Adams posthum paraphrasiert zu zitieren).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.