Du kantst mich mal

Ein Gedicht über Kant, Rousseau und Casanova. Auch vertreten ist ein Sofa.

 

Du Kantst mich mal.

Oh bitte, geh doch aus, aus der Unmündigkeit!

So lange schon wünsch ich mir eine Zeit,

wo du und ich endlich mündig sind.

Aber nein, er bleibt zu.

Ich träume vom Imperatief

so tief, meine Gedanken schweifen ab

wenn ich nur daran denke und dann

breche ich mit Form und Meter

und fange mich erst später.

Wieder.

Sei doch endlich meine Emile!

Ich meine, ich will ja nicht viel

doch lass uns in den Naturzustand

des Menschen wechseln

und nicht genug Verstand

haben, die Kleider wieder anzuziehn.

Ich weiß, mit Pädagogik bist du nicht wie Rousseau

und deswegen habe ich Kondome und so!

Vielleicht machen wir’s auch wie Casanova

Zitronen habe ich und auch ein Sofa!

Oh, geliebte Ann-Marie!

Sei so mündig wie noch nie!

Denn wenn wir aus der Unmündigkeit nicht ausgehen,

werden wir nie Kant verstehen!

Du siehst, auch der wollt nur das Eine,

ein Mann, der ist wie viele Schweine,

nun hör auf zu reden und

Anmerkung der Redaktion: Leider ist das hier vorliegende Gedicht unvollständig. Vermutlich wurde der folgende Absatz Opfer eines Ehestreites, als der Dichter sein Schöpfung der Angebeteten vortrug. Der Autor soll unter einem Grabstein mit der Aufschrift “Das hast du nun vom Dichten!” anonym auf einem Gräberfeld verscharrt worden sein, jedoch konnte diese Theorie nicht bestätigt werden, besonders deswegen, weil der Verfasser unbekannt ist.

 

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